„Tierisch was los!“
… war gleich zu Beginn des Schuljahres im Kunstunterricht der Klassen 2a und 3.
Zum ersten Mal veranstaltete die Sammlung Würth einen Kunstwettbewerb für Kinder, Jugendliche und Schulklassen aus Baden-Württemberg, bei dem sich alles um das Thema „Tiere“ drehte.
Hierfür hatte das Team des Museum Würth sechs Kunstwerke der Sammlung ausgewählt, in denen sich Künstlerinnen und Künstler auf vielfältige Weise mit dem Thema beschäftigt haben. So druckt HAP Grieshaber einen Pfau in bunten Farben. Ray Smith malt ein verrücktes Fantasietier, Nadin Maria Rüfenacht versammelt verschiedene Tiere für ein fotografisches Stillleben und Karel Appel fertigt aus Holz einen stattlichen Reiter.
Unsere Klassen beschäftigten sich näher mit dem Künstler Tomi Ungerer, der Fundstücke aus Natur und Alltag zu wilden Tieren verwandelt. Spielerisch wurden die Kinder der 2a an das Thema herangeführt, indem sie Gegenstände aus ihrem Schulranzen, wie Schere, Radiergummi, Handschuh, Lineal, usw., zu einem Tier umdeuten durften. Sehr einfallsreich und fantasievoll zeigten hier bereits die Kinder, welche künstlerische Kraft in ihnen steckt. Im Anschluss waren die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, selbst zu Hause aktiv nach Gegenständen zu suchen, die sie dann in Zweier- oder Dreierteams zu kreativen Tierwesen umarbeiteten. So entstand bspw. aus Wäscheklammern, einem Spülschwamm und einem Streichholz plötzlich ein Elefant. Zuletzt wurden alle Einzelergebnisse zu einem Gemeinschaftswerk zusammengefügt.
Die Klasse 3 deutete anfangs selbst gesammelte Laubblätter, ähnlich wie in Ungerers Werk, durch Hinzuzeichnen von Formen und Linien zu etwas ganz Neuem um.
Anschließend näherte sich die Klasse dem Thema auf eine völlig neue Art und Weise – sie druckte selbst gesammelte Naturmaterialien mithilfe von Acrylfarbe auf Papier ab und erschuf so eigene Tiere. Abgedruckt wurden beispielsweise Maiskolben, Tannenzweige, Moos, Zapfen, Kastanien, Rinde und natürlich Laubblätter.
Alle Tiere wurden schließlich auf einem gemeinsamen großen Kunstwerk in Beziehung zueinander gebracht. Die Kinder wussten vom Thema des Kunstwettbewerbs: „Tierisch was los!“. Gemeinsam überlegten sie, wie sie dieses Thema in ihr Gesamtwerk einbinden könnten. Sie trugen zahlreiche Ideen an der Tafel zusammen und stimmten schließlich demokratisch über diese ab. Die Wahl fiel letztlich auf eine Party, welche die Tiere im Museum veranstalten.
Die wirklich sehr gelungenen Kunstwerke beider Klassen lassen sich bis zum Herbst 2026 immer Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 11.00 -17.00 Uhr in der Hirschwirtscheuer in Künzelsau bestaunen. Ein Besuch ist in jedem Fall lohnenswert! Gerne darf auch für unsere Werke abgestimmt werden – vielleicht gewinnen wir dann sogar den Publikumspreis!